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Pater Joshi sagt Good bye

Good Bye !!!!

Kommen und gehen bestimmt unser Leben.

Nun ist die Zeit gekommen, um Abschied zu nehmen.

Es war ein Geschenk, als Priester bei so vielen schönen Momenten in der Pfarrei Sankt Franziskus dabei gewesen zu sein: Taufen, Hochzeiten, Erstkommunion und Heiligen Messen, alles hat mir sehr viel Freude bereitet.

Abschied gibt es viele in unserem Leben. Auf den Friedhöfen, den  Bahnhöfen, den Flughäfen…. Es gibt auch einschneidende Abschiede, die einen Wechsel des kulturellen Umfeldes bedeuten. Ich erinnere mich an den Abschied aus meinem Heimatland Indien im Jahr 2013.

Es war meine Missionarische Reise nach Deutschland als Welt-Priester, Damals hatte ich einige Verse aus dem AT 

Gen 12: Der Herr sprach zu Abraham; „Geh aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters, in das Land, das ich dir zeigen werde“ Das bedeutete zum Einen, dass er Bekannte und vertraute Menschen zurück ließ und zum Anderen, dass er in eine offene Zukunft, in ein unbekanntes Terrain ging. Das sind die beiden Seiten einer Münze.

Abraham war nicht sicher, ob er irgendwo dort mit offen Armen empfangen würde. Es war auch nicht sicher, dass die sprachliche Verständigung so einfach sein würde. Sie haben das vielleicht schon bei Urlaubsreisen erlebt, wenn sie an der Ladentheke standen und nicht wussten wie sie das gewünschte Backwerk benennen mussten.

So war es auch für mich, hier in Deutschland.

Sie haben mich mit offenen Armen empfangen, DANKE!

Ich fühlte mich hier sehr wohl, weil ich in von zwei Händen getragen wurde. Eine Hand ist die von Pater Norbert Possmann und die andere von Pfarrer Achim Sahl. Beide haben mir ihre vielen Erfahrungen weitergegeben.

Die regelmäßigen Sitzungen mit dem pastoralen Team waren für mich immer wie ein kleines Familientreffen. Jeden Mittwoch im Dienstgespräch wurde diskutiert, argumentiert und über den Dienstplan abgestimmt. Die Atmosphäre war ein sichtbar wohltuendes Element meines Lebens.

Es gibt auch unsichtbare Gründe für mein Wohlbefinden, das war der PGR und das Verwaltungsteam, die meine Arbeit erleichterten und der Pfarrei ein

neues Gesicht gegeben haben. Als Ansprechpartner war ich in Westernohe tätig und bedanke mich gerade auch bei euch für die gute Zusammenarbeit.

Ich bedanke mich bei den Gemeinden für die herzliche Aufnahme, als ich als Priester nach Rennerod kam.

Verabschieden möchte ich mich von den Altenheimen Dickmann in Rennerod, Helvita in Irmtraut und Villa Sonnenmond in Neustadt.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei meinem Hausarzt Dr. Ansgar Burth, der Frauengemeinschaft, dem Vermieter Familie Hubert Boller, der Nachbarschaft und dem Turnverein Rennerod.

Bei vier Familien möchte ich mich persönlich bedanken, Familie Joseph Müller, Familie Claus Sonntag, Familie Elfriede Retagne und Familie Ursula Jansen, die von Anfang bis heute an meiner Seite standen.

Zum Schluss möchte ich zwei Verse eines Liedes aus meine Muttersprache Malayalam schreiben. Dies habe ich für meine Priesterweihe am

6. Januar 2006 gesungen.

EE Paazmulam Thandu Pottum Vare

EE ganamillade Aagumvare

Kunhadugalkennum Kuuttatudemnerem

Idayante manamagume,

Pullankuzhalnadhamai.

Übersetzung:

Für andre Menschen einzustehn ‒

dies sei mein Sinn und meine Lust.

Nach des Nächsten Wohl zu sehn ‒

dafür bin ich Priester geweiht.

Ich wünsche allen Gesundheit

und Gottes Segen.

Pater Joshy Manalel CMI

 

Abschied von Pater Joshi in Hellenhahn

Pater Joshy Manalel in St.Petrus in Ketten in Hellenhahn-Schellenberg verabschiedet

Dank und Wehmut begleiteten Gottesdienst

Seit sechs Jahren war Pater Joshy Manalel in der Pfarrei St.Franziskus im Hohen Westerwald zunächst als Pastoralpraktikant und dann als Kooperator tätig. Nun galt es Abschied zu nehmen von einem äußerst beliebten Geistlichen. So auch im Kirchort in Hellenhahn-Schellenberg.

Gemeindereferentin Eva-Maria Henn sprach in ihrer Begrüßung  von Abschied,  aber auch von Dank für Herzlichkeit und Freundschaft, die “Joshy“ vermittelt und empfangen habe. Man habe viele Gottesdienste miteinander gefeiert: festliche Weihnachts – und Osterliturgien, Kirchweihfeste und Jubiläen sowie die Reihe der „ganz normalen“ Sonntage. Aber es galt auch oft, im Requiem miteinander Abschied zu nehmen von verstorbenen Gemeindemitgliedern.

Gemeinde – so betonte Frau Henn – sei auch immer, Freude und Leid miteinander zu teilen. Das habe Pater Joshy in seiner Zeit im Hohen Westerwald getan und viele Kontakte seien dadurch entstanden. Zu normalen Zeiten wäre das Gotteshaus daher heute zur Verabschiedung wesentlich besser besetzt, der Corona-Virus setze jedoch zwangsläufig Grenzen. Die aber, die heute hier versammelt seien, wären stellvertretend für Viele, die gerne dabei gewesen wären. Trotz Abschied sei man jedoch im Gebet auch weiterhin verbunden.

Pater Joshy dankte für die Worte der Gemeindereferentin - und besonders für die pastoralen Erfahrungen, die sie ihm während der sechs Jahre vermittelt habe.

Ein Dankeschön ging auch an den Organisten Josef Müller, für Vermittlung von Deutschkenntnissen und Musikunterricht. Der scheidende Priester dankte dem Ortsausschuss, den Küstern und vielen anderen Wegbegleitern und Wegbegleiterinnen. An neuer Wirkungsstätte werde er für alle beten. Zum Abschluss seiner Ansprache trug Pater Joshy ein Lied in seiner Heimatsprache von seiner Priesterweihe vor. Zuvor hatte er den Text in deutscher Sprache verlesen.

Für den Ortsausschuss des Kirchortes dankte Ann-Katrin Theis für die seelsorgerische Arbeit und auch die Gottesdienste, die er mit Elementen aus seiner indischen Heimat bereichert habe. Freundlichkeit und Fröhlichkeit habe ihn ausgezeichnet. Im Kindergarten war er gern gesehener Gast. Im Kirchort Sankt Petrus in Ketten habe Pater Joshy viele Kontakte geknüpft. Gottes Segen möge ihn  begleiten.

Neben der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes an der Orgel durch Organist Josef Müller waren zwei Liedbeiträge mit Gitarrenbegleitung durch Sandra Burth eine echte Bereicherung, da der Gemeindegesang leider immer noch unterbleiben muss. „Allein deine Gnade genügt“ und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ trug Sandra Burth mit wohlklingender Stimme vor.

Im Anschluss an den Gottesdienst wollten sich auch die Kommunionkinder aus Hellenhahn-Schellenberg von Pater Manalel verabschieden. Sie hatten eine hübsche  selbstgebastelte Kerze dabei, dazu eine Zeichnung, die Pater Joshy inmitten der Kommunionkinder zeigt.

Wir werden ihn vermissen, den ‚Joshy‘, wegen seiner Natürlichkeit, der Fröhlichkeit und der Tatsache, dass er auch bei Festen sich gerne unter die Feiernden gesellte.

Abschied in der Pfarrei

28.06.2020,  9.00 Uhr

Am letzten Sonntag im Juni wurde Pater Joshi seinem Bezugsort Westernohe im Gottesdienst verabschiedet. Der Ortsausschuss bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und überreichte ihm neben einem Blumenstrauß ein besonderes T-Shirt und eine Baseballkappe für seine sportlcihen Aktivitäten.

Verabschiedung in Höhn für die ganze Pfarrei

28.06.2020, 10.30 Uhr

In seinem letzten Gottesdienst in Höhn wurde Pater Joshi von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Petra Bandlow verabschiedet. 

Sie dankte im Namen der ganzen Pfarrgemeinde von Herzen  für die freundliche, wohltuende Zusammenarbeit und die vielfältige seelsorgerische Arbeit.

Für seinen weiteren Lebens- und Glaubensweg wünschte sie ihm alles Liebe und Gute, vor allem viel Kraft und Freude die Frohe Botschaft zu verkünden, wo immer er auch ist.

Dabei möge Gottes guter Segen ihn stets begleiten. Auch sie überreichte ein Abschiedsgeschenk, das er für seine sportlichen Aktivitäten nutzen kann.

 

Kaplan Woijtek verabschiedete Pater Joshi im Namen des Pastoralteams. Er dankte für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschte ihm alles für den weitern Weg, der zunächst doch noch hier im Westerwald verläuft, alles Gute und Gottes Segen.

Pater Joshi verlässt die Pfarrei Sankt Franziskus im Hohen Westerwald

Pater John Paul stellt sich vor

Liebe Mitchristen

Ich möchte mich Ihnen vorstellen. Mein Name ist John Paul Marneni. Ich wurde 1981 im südindischen Staat Andhrapradesh, in einer katholischen (traditionale) Familie geboren und habe 2 Schwestern und 1 Bruder.

Ich gehöre zur Gemeinschaft der Heilig Geist Patres. Unsere Gemeinschaft wurde gegründet von Pfarrer Bernhard Bendel aus Mammolsheim bei Königsstein. Nach der 12 jährigen Priesterausbildung und dem Studium in Philosophie und Theologie  wurde ich am 23.11.2009 zum Priester geweiht. Es folgten Stationen als Lehrer im Priesterseminar und als Pfarrer in der Heilig Geist Pfarrei in Hyderabad Andhrapradesh.

Seit November 2014 bin ich in Deutschland. Zuerst habe ich sieben Monate an der Katholischen Hochschule St. Georgen Deutsch gelernt, bevor ich drei Monate in der Ordensgemeinschaft der Kapuziner und Franziskanerinnen im Liebfrauenkloster (mit) gelebt habe. Seit 25. September 2015 bin ich in der Pfarrei St. Franziskus und Klara Usinger Land als Pastoralpraktikant und danach als Kooperator tätig gewesen. Seit 3. Juni wohne ich in Höhn Schönberg im Pfarrhaus und freue mich auf die Arbeit in der Pfarrei.

Ich wünsche mir, dass wir noch oft gemeinsam Gott loben und miteinander einen guten Weg gehen werden. Wir haben (in unserer Kirche) eine große Tradition, wir haben die beste Botschaft, wir haben einen Lebensentwurf, der zu einem sinnerfüllten Leben führt. Wir haben vor allem einen Gott auf unserer Seite, der das Leben mit den Menschen lebt. Diesen Gott nicht zu vergessen und gegenwärtig zu halten, ihn immer wieder in Erinnerung zu bringen, das sehe ich als meine wichtigste Aufgabe an.

Pater John Paul Marneni.