Kategorien &
Plattformen

Sprachbildung in der Kita St. Hubertus

Sprachbildung in der Kita St. Hubertus
Sprachbildung in der Kita St. Hubertus
© Eigene Aufnahme

Durch Sprache und Schrift die Welt entdecken

 

Als Sprachkita hat sich die katholische Kindertagesstätte St. Hubertus Rennerod die sprachliche Entwicklung der Kinder zu einer zentralen Rolle gemacht.

 

Sprache und Kommunikation sind für die Gestaltung des Lebens von zentraler Bedeutung. So ist eine gut entwickelte Sprachkompetenz der Schlüssel für erfolgreiche Lern- und Bildungsprozesse und wird in alle Bildungsbereiche integriert. Es ist also von großer Bedeutung, dass Kinder schon in ihren frühen Lebensjahren in ihren sprachlichen Kompetenzen gestärkt und gefördert werden. Kinder sollten motiviert werden, täglich aufkommende Gesprächsanlässe zu nutzen, sich verbal auszudrücken und so ihr Sprachfenster immer mehr zu weiten. Denn Sprache ist unerlässlich, damit  Kinder zu gesellschaftsfähigen, eigenständigen Individuen heranwachsen können.

 

Die Wichtigkeit von Sprache und sprachlicher Bildung im Kita-Alltag ist dem pädagogischen Fachpersonal der kath. Kita St. Hubertus Rennerod schon viele Jahre bewusst. So wurde der Kita im Jahr 2017 die Biss-Plakette im Bildungsministerium in Mainz, aufgrund der erfolgreichen Teilnahme seit 2013 an der Bund-Länderinitiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BISS-Studie), verliehen. Zusätzlich erhielt die Kita im Jahr 2014 das Zertifikat zur Teilnahme am Programm „verbal sprachliche Bildung im Alltag“, das durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde. Im Zentrum stand hier die Bearbeitung der zentralen Bereiche alltagsinegrierter sprachlicher Bildung, ausgelegt für die Umsetzung im Kita-Alltag.

Durch vielfältige Fortbildungsprogramme zum Thema „sprachliche Bildung in Kitas“, konnte das pädagogische Fachpersonal der kath. Kita St. Hubertus Rennerod ihr Wissen zu dieser Thematik erweitern, reflektieren und in die Praxis umsetzen. Eine selbst entwickelte Sprachkonzeption fasst das angeeignete Wissen und die praktischen Erfahrungen aus dem Kita-Alltag des Fachpersonals zusammen und gewährleistet so die in der Kita stattfindende qualitativ hohe alltagsintegrierte sprachliche Bildung ab dem zweiten Lebensjahr.

Doch was bedeutet das für die Kinder in der Einrichtung und wo begegnen sie alltagsintegrierten Sprachbildungsangeboten? Wie der Name schon sagt, wird die sprachliche Bildung der Kinder in den gesamten Kita-Alltag eingebettet und beginnt für sie schon mit dem „Guten Morgen“ beim Start in den Kitatag. Die Basis für eine alltagsintegrierte sprachliche Bildung stellen vor allem Gesprächsanlässe dar, die sich im Alltag ergeben. Sei es beim Frühstücken, beim Spielen in der Puppenecke oder beim künstlerischen Gestalten in der Kreativecke. Gesprächsanlässe, die von den Kindern ausgehen und sich an ihren Interessen orientieren, werden vom Fachpersonal aufgegriffen und erweitert. Dabei ist es hier von großer Wichtigkeit den individuellen Sprachstand jedes Kindes zu erkennen und die Sprachbildungsangebote an diesen anzupassen. Auch gezielte Sprachbildungsangebote finden im Kita-Alltag ihren Platz. So werden unter anderem Bilderbücher betrachtet, Mundmotorikspiele im Stuhlkreis eingeführt, oder gezielte Sprachspiele für den Erwerb der Grammatik oder zur Übung der richtigen Artikulation von Worten mit den Kindern gespielt.

Sprachliche Bildung ist in den gesamten Kita-Alltag eingebettet und beginnt schon mit dem „Guten Morgen“ beim Start in den Kitatag.

Auch mit dem Schriftbild kommen die Kinder im gesamten Kita-Alltag in Berührung. So hat das Fachpersonal zum Beispiel mit bunten Buchstaben die Begrifflichkeiten bestimmter Gegenstände auf diese geklebt, die Kinder können mit magnetischen Buchstaben experimentieren und zudem sind Bücher zu allen Themenbereichen in der Einrichtung für die Kinder frei zugänglich.

Neben der praktischen Umsetzung im Alltag stellt auch die genaue Beobachtung und Dokumentation des Sprachstandes der Kinder einen Wichtigen Schritt für die Arbeit des Fachpersonals dar. Selbst entwickelte Sprachstandserhebungsbögen für jedes Alter erleichtern es den Mitarbeitern den Sprachstand eines Kindes zu dokumentieren und eventuelle Auffälligkeiten zu beobachten. So kann eine gezielte und frühzeitige Sprachbildung für die Kinder gewährleistet werden.

Die alltagsintegrierte sprachliche Bildung ist aber nicht nur Aufgabe des pädagogischen Fachpersonals, sondern kann nur durch eine gute Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder stattfinden. So ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Elternhaus und Kita von großer Bedeutung für eine erfolgreiche alltagsintegrierte sprachliche Bildung der Kinder. In immer wiederkehrenden Entwicklungsgesprächen werden Methoden zur sprachlichen Bildung der Kinder ausgetauscht und gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten Ziele entwickelt. Hand in Hand kann so eine alltagsintegrierte sprachliche Bildung für die Kinder greifen.

Für die kath. Kita St. Hubertus Rennerod ist es ein Anliegen, die Kinder ein kleines Stück auf ihrem Lebensweg zu begleiten und sie dazu zu befähigen, die Welt um sich herum mit all ihren Sinnen wahrzunehmen und sie mit eigenen Worten beschreiben zu können. Täglich mit den Kindern im Gespräch sein zu dürfen, ermöglicht es dem pädagogischen Fachpersonal und den Kindern, die Welt aus den Augen des anderen zu sehen und jeden Tag aufs Neue voneinander zu lernen.

 

Für die Kita St. Hubertus Kathy Werler, Erzieherin

© Eigene Aufnahme
© Eigene Aufnahme
© Eigene Aufnahme

Cookie Einstellungen

Statistik-Cookies dienen der Anaylse, indem Informationen anonymisiert gesammelt werden.

Anbieter:

Bistum Limburg

Datenschutz