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Bildstock in der Nixwies

Bildstock in der Nixwies
Bildstock in der Nixwies

Bei einem Spaziergang im Sommer 2000 trafen Luzie und Ignatz auf einen Bildstock in der Gemarkung von Pottum. „Das müsste man auch bei uns in Hellenhahn machen“, war der Kommentar von Luzie Gros. „Kein Problem“ meinte Ehemann Ignatz, ein Mann von dem man Taten gewohnt ist. Bei der Standortsuche wählte man einen Platz in der „Nixwies“. Im Schnittpunkt von zwei viel frequentierten Wanderwegen, an einem Waldstück sollte das Werk entstehen. Gerne erklärte sich Eigentümerin Ursula Groth bereit, eine entsprechende Grundstücksfläche zur Verfügung zu stellen.

Die Eheleute Gros mobilisierten ihre Familie sowie ihre Nachbarn in der „Neuen Straße“. Keine Frage, alle machten bei der Umsetzung des Planes mit. Die benötigten Baumaterialien stammten aus Sachspenden. Im August 2000 war der Baubeginn. Innerhalb weniger Wochen war das Werk, dank geschickter Handwerker und Helfer, bereits  vollendet. Das „Kapellchen“, wie es fortan genannt wurde, stand. Verputzt, mit einem Dach versehen und mit einer Sprossentür aus Edelstahl gesichert. Ein kleiner halbrunder Vorplatz aus Westerwälder Basaltsteinen ergänzte das Bauwerk. Ruhebänke umgeben den Bildstock und bieten Andächtigen oder Wanderern Zeit zum Innehalten oder  einem stillen Gebet. Für Blumenschmuck im Innern sorgen die Eheleute Gros mit Familienangehörigen

Zu einem Bildstock gehören natürlich auch  Andachtsgegenstände. Diese fand man in Statuen vom Herz Jesu, gestiftet von Elfriede Schmidt (Schnapsbrennersch) sowie der Gottesmutter mit Jesuskund, die Gemeindereferentin Eva-Maria Henn zur Verfügung stellte. Zwei Engelsputten ergänzen das Ensemble.

Die „weltliche Einweihung“ geriet zu einer wahren Völkerwanderung und einem kleinen Volksfest. Den kirchlichen Segen zur offiziellen Einweihung spendete der damalige Kaplan Peter Lauer. Da mitten in der freien Natur gelegen, fand hier sogar eine „Hubertusmesse“ statt, ebenso Bittprozessionen. An Karfreitag führt der „Kinderkreuzweg“ zum Bildstock  in der Nixwies.

Dass es auch heute noch gelebte Frömmigkeit gibt, beweist die Errichtung des vielbesuchten  „Kapellchens“ in der Nixwies.

Text und Fotos: Willi Simon / Angaben Familie Gros